Lasst uns mutig und wahrhaftig sein

500 Jahre Reformation. Martin Luther schlägt seine Thesen in Wittenberg an die Kirchentür, so heißt es. Er will wachrütteln. Er will verändern. Er hat verändert: in Ehe und Familie, in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Musik, Kirche und Gesellschaft. Daran erinnern wir in 2017. Er kämpft gegen Unrecht. Er will Freiheit für Jeden – und Wahrheit.

Die Menschen wundern sich. „Was soll das? Wer ist dieser Luther“? Es hagelt Kritik. „Selber denken“- dazu fordert Luther auf. Das stört die Obrigen. Luther ist in Gefahr. Viele rufen „Weg mit dem Mönch!“ Luther ringt um eine Antwort. Er kann nur nach seinem Gewissen handeln. Gott ist ihm eine feste Burg. Luther ist überzeugt: Am Anfang war das Wort, und Gott ist das Wort.

Luther übersetzt die Bibel. Viele Menschen können sie nun lesen. Das war Luther wichtig. Die Menschen beginnen, sich zu verändern. Das braucht Mut und Vertrauen. Das braucht Liebe. Davon singen tausende Sänger im Reformationsjahr in vielen großen Städten beim Pop-Oratorium „Luther“. Kraftvoll, fröhlich und überzeugt singen sie: „Wir sind Gottes Kinder. Keiner ist allein. Lasst uns mutig und wahrhaftig sein. Und frei“! Das steckt an, daran glauben wir. Das gilt Dir und mir.

Diakonin Annegret Steinmeyer, Klinikseelsorge WKK